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| Herzlich willkommen auf den Internetseiten von Osama Said!
![]() Hier erhalten Sie nicht nur Informationen über den Künstler, sondern auch Anregungen und Inspirationen für
Ihre eigene Kreativität.
Tauchen Sie ein in die fantastische Welt der Realität, die nicht nur bei Kunstkennern, sondern bei allen Kunstfreunden Interesse wecken soll. Deshalb belassen wir es nicht bei einer Biographie und einer Galerie, sondern bieten Ihnen unter dem Punkt "Inspirationen" viele anregende Themen an, damit die Lust an Kunst geweckt und gepflegt wird. Gerne können Sie sich auch für unseren monatlich neu erscheinenden Info-Newsletter anmelden. Dieser hält Sie unter anderem über kommende Ausstellungen, neue Gemälde, Buchempfehlungen und vieles mehr auf dem Laufenden. Klicken Sie hier, um zur Newsletter-Anmeldung zu gelangen... Bitte teilen Sie uns mit, wenn Sie Anregungen, Fragen oder sonstige Herzenswünsche haben sollten. Denn wir möchten diese Seiten ganz Ihren Bedürfnissen anpassen. Wenn Sie also etwas hier vermissen sollten, teilen Sie uns dies bitte mit. ![]() Osama Said im Jahre 1992
Hier ein Text von Peter Gottschau über Osama Said; stammend aus dem Katalog "Drei Arabische Künstler in Deutschland":
Darf Kunst den Anspruch, engagiert zu sein, ablegen, ohne daß sie ihres Inhalts beraubt wird? Diese Frage ist berechtigt in einer Zeit, in der Kunstwerke als bloße Spekulationsobjekte gehandelt zu werden drohen. Nun kann man darüber streiten, ob diese Sinnentleerung dem Begriff der kUnst folgt oder nicht vielmehr ihm angetan wird als ein weiteres Indiz eines sich auf den Fetisch der Ökonomie einstimmenden Weltbildes, das sich erschreckend imun erweist gegen kritische Einwände. Unstrittig aber ist, daß uns Bilder helfen können den eigenen Sinnen wieder zu trauen, die sich zunehmend abgestumpft zeigen durch die aufdringlichen Reize einer Warenwelt, deren Produkte jeglichen Sinn unter sich begraben und uns von den wichtigen Fragen unseres Daseins ablenken. Die Botschaft eines Bildes zu entschlüsseln, das dem sich aufdrängenden Anliegen dieser Welt zur Sprache verhilft, kann dagegen zur Existenzerhellung beitragen. In dem Osama Saids Bilder den aufklärerischen Gestus bewahren und so beharrlich darauf bestehen, Licht in das Dunkel zu bringen, entkommen sie dem Sog der Beliebigkeit - nicht aus Pflicht, sondern aus Notwendigkeit, die Ihren Grund hat in der Herkunft und Geschichte eines palästinensischen Schicksals. Osama Saids Biographie gibt Aufschluss nicht nur über den politischen Impetus seiner Schaffenskraft, sondern auch über die Bevorzugung bestimmter Farben, deren Tonalität prägend war für die primären Sinneserfahrungen. Doch die Farben sind mehr als bloßes Kolorit subjektiv geprägter Eindrücke - sie sind auf geheimnissvolle, geradezu metaphysische Weise objektiv treffend, so daß man sich getrost ihrer assoziativen Kraft anvertrauen kann, die das Motiv akzentuiert und den Blick des Betrachters auf das Wesentliche lenkt. Diese gestaltbildende Aufgabe der Farbe ist symptomatisch für Osana Saids Bilder, wie deren inhaltliche Aussage, als einer zum Bild geronnenen Erfahrung. Dieses Stillstellen bzw. Anhalten eines anonymen, jedes Ereignis mit sich reißenden und nivellierenden Zeitstromes im Bild, dieses sich Stemmen gegen das Vergessen und die Nicht - Zur - Kenntnisnahme, ist das ethische Motiv seiner Kunst, deren Thematik uns einen Anhaltspunkt zur existenziellen Selbstvergewisserung gibt, an dem das Leid und die Hässlichkeit, aber auch die Schönheit und eine mögliche Sinnesperspektive dieser Welt exemplarisch vergegenständlichen wird. Diesen über die wechselnden Zeitgeister herübergeretteten Anspruch an die Kunst, mit Ihren Mitteln sowohl Zeitdokument als auch einem Ethos verpflichtet zu sein, erfüllen Osama Saids Bilder auf die beeindruckende Weise. Wieder erweist es sich als wahr, daß nur das Leid der eigenen Geschichte den Blick zu schärfen vermag für die Gefährdung und Zerbrechlichkeit der menschlichen Existenz. Osama Saids Bilder sind politisch, oder wertneutraler: engagiert, indem sie ein Fingerzeig sind auf die Wundmale unserer Zeit. Sie sind gewollt provokant, weil sie Stellung nehmen und uns zur Stellungnahme herausfordern. Darüberhinaus aber offenbart sich in ihnen ein philosophischer Gestus, der die Einsamkeit und Entfremdung unserer Existenz mutig erfasst, verknüpft mit der Hoffnung auf deren Überwindung mittels der Liebe, sowohl in ihrer erotischen Gestalt als auch, sublimentiert in einer der Humanität verpflichteten Solidarität.
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